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Quirem Medical | Jan Sigger

Website: www.quirem.com


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Quirem Medical

Quirem Medical

Quirem ist ein Ableger des UMC Utrecht und legt seinen Schwerpunkt auf einen der am schnellsten wachsenden Märkte der Medizintechnologie: auf die interventionelle Onkologie. Dabei hat man sich auf die Diagnose und Behandlung von Tumoren mit minimal invasiven sowie bildgesteuerten Techniken spezialisiert.

Quirem Medical bringt QuiremSpheres® auf den Markt, ein Produkt für die Behandlung von Leberkrebs. Eine Dosis QuiremSpheres® enthält etwa 30 Millionen radioaktive Mikrosphären. Das sind winzig kleine Kügelchen, die radioaktiv strahlen. Die Mikrosphären werden im Krankenhaus  in die Leberarterie injiziert und strömen anschließend durch die Blutbahn zu den Tumoren. Der Durchmesser der Kügelchen beträgt 30 Mikrometer. Dadurch bleiben die Kügelchen in den Blutgefäßen in und um den Tumor stecken, senden ihre Strahlung aus und zerstören dadurch die Tumorzellen. Das gesunde Gewebe in der Leber bleibt größtenteils unbeschädigt.

Das Produkt QuiremSpheres® ist einzigartig, weil es das Radioisotop Holmium-166 enthält. Dies sorgt dafür, dass die Mikrosphären nach der Behandlung, gut sichtbar gemacht werden können mit SPECT und MR-Bildgebungsverfahren. Anders ausgedrückt: Der Arzt kann sorgfältig beurteilen, ob die Tumoren genügend Strahlung abbekommen haben und ob der Patient ein gutes Behandlungsergebnis erwarten kann. Der Ursprung der Holmium-Kügelchen liegt im UMC Utrecht, wo man seit 20 Jahren an dieser Technologie arbeitet. Mehrere Studien haben gezeigt, dass diese Behandlungsmethode sicher und effektiv ist.

In Deventer steht Quirem ein Produktions- und Forschungslabor zur Verfügung. Zur Zeit arbeiten dort 22 Menschen. Das Forschungslabor von Quirem Medical hat man inzwischen damit begonnen, Anwendungen für die Behandlung von Tumoren im Bereich des Kopfes, Halses und Gehirns zu entwickeln und zu testen. Außerdem entwickelt Quirem seine eigene Software, die die Kügelchen besser sichtbar machen soll. Quirem Medical hat 2016 die Zusammenarbeit mit dem dem japanischen medizinisch-technischen Unternehmen Terumo aufgenommen, einem der weltweit größten Unternehmen im Gesundheitswesen mit 20.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 4 Milliarden Dollar. Quriem kann Terumos globales Verkaufs- und Marketingsnetzwerk in über 160 Ländern nutzen.  Bei Terumo sind zur Zeit etwa 50 Mitarbeiter aktiv an der Kommerzialisierung und dem Verkauf von Produkten von Quirem Medical beteiligt.

Exportziele

Quirem Medical geht davon aus, durch das von Terumo gebotene Netzwerk einen raschen Export seiner Produkte in viele Länder der Welt umzusetzen. Schon heute liefert Quirem Medical an einige Krankenhäuser außerhalb der Niederlande, vor allem in Deutschland und Italien.

Kurzfristig wird der Export sich auch auf andere europäische Länder ausweiten. Langfristig erwartet Quirem Medical, auch in die USA und den Fernen Osten zu liefern.